Podcast: Krieg in der Ukraine und Auswirkungen auf Wasserstoff-Aktien

Stefan Krick
Stefan Krick

Finanz-Blogger, Unternehmer, Vermögensarchitekt

Im aktuellen Podcast sprechen wir über den Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf Wasserstoff- Aktien. Außerdem Analysieren wir Ceres Power, ein kleines britisches Unternehmen mit großen Ambitionen. All das und vieles mehr im neuen Podcast mit Stefan Krick und Marcus Noack.

Was eigentlich niemand für möglich gehalten hat ist seit dem 24. Februar 2022 Realität: Ein Krieg in Europa. Russland ist mit seinem Kriegstreiber Putin in die Ukraine einmarschiert. Seitdem überschlagen sich die Ereignisse und die Nachrichten berichten gefühlt 24/7 von den Ereignissen. Als ob es auf der Welt (mal wieder) keine sonstigen Probleme gibt. Viele Anleger haben natürlich mit Privatverkäufen reagiert und viele „Börsenexperten“ reden mal wieder von einem epischen „Aktiencrash“. Doch Schatten entstehen nur wo es auch Licht gibt. Und so wird dieses schreckliche Ereignis, genau wie alle vorangegangen negativen Ereignisse, auch wieder enorme Chancen am Aktienmarkt ermöglichen.

Im neuesten Podcast dreht sich daher alles um den Krieg in der Ukraine und die Auswirkungen auf die Wasserstoffbranche bzw. Wasserstoff-Aktien. Wir sprechen zunächst ganz allgemein über die Auswirkungen eines Krieges auf den Aktienmarkt. Anschließend erläutere ich anhand meines wikifolios Wasserstoff & Brennstoffzellen auf welche Aktien ich derzeit setze und welche Branchen vom Krieg sogar profitieren werden. Im zweiten Teil schauen wir uns die Aktien vom britischen Wasserstoffspezialisten Ceres Power etwas genauer an. Das Wachstum des kleinen Unternehmens ist enorm und große Partner wollen die entwickelten Technologien bereits nächstes Jahr Jahr in die Serienfertigung überführen.

Krieg, Wasserstoff-Aktien und Ceres Power, wir geben euch Informationen die wirklich zählen. Hört euch den aktuellen Podcast mit Marcus Noack (boerse-n.de) und Stefan Krick (investiere-mit-zukunft.de) direkt hier an:

oder geht direkt zum entsprechenden Beitrag auf der website von boerse-n.de:

Zusammenfassung des Podcasts

Der Krieg in der Ukraine hat der westlichen Welt und speziell Europa klar gemacht, dass die Abhängigkeiten vom russischen Öl und Gas nicht länger hingenommen werden können. Wahrscheinlich hätte man schon etwas früher zu dieser Erkenntnis gelangen können, doch Politik ist eben sehr langsam. Es wird immer nur nach links und rechts geschaut anstatt nach vorne.

So kommt die Ankündigung, dass Deutschland 100 Mrd. € in die Bundeswehr und Aufrüstung stecken will, reichlich spät. Wenn all dieses Geld, bei den langsamen Genehmigungsprozessen, in den Markt gelangt, ist der Krieg wahrscheinlich schon 5 Jahre her. Auserkorene Aktien von Rüstungskonzernen wie Hensoldt oder Rheinmetall sind auf die Ankündigung natürlich hochgeschossen.

Von solchen Aktien sollte man, meiner Meinung nach, die Finger lassen. Der Blick sollte lieber nach vorne gerichtet werden. Langfristig werden erneuerbare Energien und Wasserstoff das bessere Investment sein. Denn der Krieg wird schnell vergessen sein, doch der Aufbau einer regenerativen Wasserstoffwirtschaft wird Jahrzehnte dauern und entsprechend fließt dort das große Geld.

Wasserstoffaktien teile ich dabei in zwei Kategorien:

  1. Pure Wasserstoffaktien wie Bloom Energy, Plug Power oder Ceres Power. Diese Unternehmen generieren nahezu 100 % der Umsätze mit Wasserstoff, Brennstoffzellen und verbundenen Service und Dienstleistungen.
  2. Aktien, welche für eine regenerative Wasserstoffwirtschaft unabdingbar sind, wie z.B. 2g Energy oder Energiekontor. Solche Unternehmen verdienen indirekt an der Wasserstoffbranche.

2G Energy stellt beispielsweise KWK´s (Krafte-Wärme-Kopplungssysteme) her. Diese Systeme erzeugen gleichzeitig wärme und Strom. Bisher funktionieren diese Systeme mit herkömmlichen Gas. Doch bereits jetzt können diese Anlagen mit wenigen Anpassungen auf Wasserstoffgas umgestellt werden. Wenn in Zukunft Wasserstoff natürliches Gas ersetzt, wird 2G Energy profitieren.

Energiekontor ist ein Projektierer von Wind- und Solarparks mit einem Eigenbestand. Zwar hat Energiekontor aktuell noch keine direkt auf Wasserstoff abzielende Projekte. Doch ich denke da wird in Zukunft noch etwas kommen, denn das Management weiß um die Wachstumschancen in der Wasserstoffbranche. So kann Energiekontor in Zukunft die für grünen Wasserstoff so dringend benötigte erneuerbare Energie liefern.

So versuche ich im wikifolio auch den „Spagat“ zwischen hoch bewerteten „puren“ Wasserstoffaktien der 1. Kategorie und „soliden“ Werten der 2. Kategorie. Denn 2G Energy und Energiekontor erwirtschaften bereits satte Gewinne, worauf Bloom Energy und Plug Power noch ein paar Jahre warten müssen.

Seit Kriegsausbruch konnte das wikifolio um 13 % steigen, wohingegen der DAX und NASDAQ gefallen sind.

Die Aktuellen top 10 Positionen (Gesamtgewichtung: 72,6 %) im wikifolio sind:

  1. 2G Energy – 13,9 %
  2. Bloom Energy – 8,8 %
  3. SFC-Energy – 8,1 %
  4. Energiekontor – 8,0 %
  5. Plug Power – 6,2 %
  6. Weichai Power – 6,2 %
  7. Friedrich Vorwerk – 6,0 %
  8. Linde – 5,7 %
  9. Sibanye Stillwater 5,0 %
  10. MBB – 4,7 %

Ceres Power ist leider nicht mehr in den Top 10 enthalten. Hier habe ich einen klaren Fehler gemacht. Da Ceres Power sehr hoch bewertet (KUV über 50) war und das wikifolio aufgrund der „spekulativen“ Wasserstoffwerte der ersten Kategorie auch deutlich gefallen ist, wollte ich nicht noch mehr verlieren. Zu Kriegsbeginn hatte ich daher Ceres Power deutlich reduziert, was im Nachhinein natürlich ein Fehler war. Hier hat mich die Börsenpsychologie eiskalt erwischt.

Doch Ceres Power legt eigentlich jetzt erst so richtig los. Die großen Partner Bosch und Weichai Power, welche mit über 30 % an Ceres Power beteiligt sind, wollen 2023 bereits mit der Serienproduktion der „Steel Cell“ Technologie beginnen. Der Umsatz von Ceres Power ist im letzten halben Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 96 % gestiegen. Am 17. März kommen die Jahreszahlen, der Umsatz wird bei 38 Mio. € erwartet.

Die Auftragspipeline liegt über dem doppelten des Umsatzes bei 65 Mio. €. Alleine im 1. HJ 2021 wurden 100 neue Mitarbeiter eingestellt (aktuell ca. 432). Man hat keine Schulden und durch die großen Investitionen der Partner über 300 Mio. € auf der Bank.

Das einzigartige Lizenzsystem von Ceres Power ermöglicht bereits hohe Bruttomargen von über 70 %. Da man sich auf die Forschung konzentriert, liegt die kapitalintensive Fertigung bei den Partnern. Dadurch „verbrennt“ Ceres Power auch deutlich weniger Kapital als andere Wasserstoffaktien (im letzten Halbjahr operativer Verlust von 9,2 Mio. €).

Zudem arbeitet Ceres Power daran den Prozess der „Steel Cell“ Technologie umzukehren und damit einen Elektrolyseur zu entwickeln. Das Analystenhaus Berenberg hat diese Technologie bereits gelobt und von einer im Branchenvergleich einzigartig hohen Effizienz gesprochen. Die Elektrolysetechnologie soll 2025 kommerzialisiert werden.

Bei Ceres Power sind die Hälfte der Mitarbeiter Forscher und Ingenieure, was ebenfalls ein Novum in der Branche ist. Ich denke Ceres Power hat gute Chancen einer der großen zukünftigen Gewinner zu werden. Mehr zur Geschichte und Entwicklung von Ceres Power gibt es natürlich im Podcast.

Die Aktien von Ceres Power befinden sich ebenfalls in meinem Wasserstoff-Musterdepot auf wikifolio. Schaut auch gerne in meinem Blog vorbei, dort gibt es regelmäßig spannende Aktienanalysen und interessante News. Weitere spannende Interviews, Podcasts und Webinare gibt es in der Rubrik In den Medien. Wollt ihr direkt bei neuen Blogbeiträgen informiert werden? Dann abonniert einfach meinen kostenfreien Newsletter.


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